Bitte kentern! Wasserrettung auf dem Main: DLRG und HRG üben den Ernstfall

Rettung naht: Die DLRG fischt den Gekenterten aus dem Main.

Keine Panik – nur eine Übung! Der 1. Wasserrettungszug Main-Kinzig im Katastrophenschutz des Landes Hessen rückte am Samstagnachmittag an und hatte zwei Stunden lang am Mainufer alle Hände voll zu tun und fleißig zu üben. Die Ausgangslage: Ein Ruderboot kentert und die DLRG muss Gerät und Person so rasch und sicher wie möglich bergen.

Das neunköpfige Team des DLRG-Bezirks Main-Kinzig startete seinen Einsatz im Gefahrenabwehrzentrum Hanau und legte von der Nato-Rampe in Großauheim mit zwei Rettungsbooten in Richtung Hanau ab.

Am HRG-Bootshaus empfing HRG-Sportvorsitzender Berthold Ocker die DLRG’ler mit Einweisungen ins Einmaleins des Ruderns. Ziel war es, im Vorfeld der Großveranstaltung „Jugend trainiert für Olympia“ Mitte Juli, des Ländervergleichskampfes Mitte Oktober und der Großauheimer Kurzstreckenregatta (19./20. September) eine gewisse Routine im Umgang mit Rudergerät und Sportler zu erlangen. Die drei Regatten werden vom Einsatzpersonal aus dem gesamten Bezirk abgesichert.

Ocker, seit zwei Jahrzehnten Regattaleiter, vermittelte anschaulich die Rennabläufe und möglichen Gefahren durch Kenterungen und Bootskollisionen. Die Strömungsretter, Bootsführer und Rettungsschwimmer konnten sodann am Bootshausufer selbst zur Tat schreiten und mehrere „Unfälle“ und Rettungsfahrten simulieren. Bei strahlendem Sonnenschein und Badefeeling fiel das recht leicht.

Ein Einsatztaucher wagte sich denn auch selbst ins Skiff und musste bereits nach wenigen Sekunden frühzeitig Bekanntschaft mit dem erfrischenden Mainwasser machen. Dem Taucher machte es sichtlich Spaß, er simulierte den Ernstfall täuschend echt und tauchte buchstäblich ab. Initiiert wurde die Übung von der DLRG Ortsgruppe Hanau mit dem HRG’ler und Strömungsretter Paul Lotz in ihren Reihen.

Links:

Opens internal link in current windowHRG-Video

Opens internal link in current windowHRG-Fotogalerie