U23-WM Rotterdam: Infekt zwingt Lotz auf Ersatzposition - David Junge rückt nach

Seinen dritten WM-Auftritt muss HRG'ler Johannes Lotz leider in der Zuschauerrolle erleben

Ein hartnäckiger Infekt, der medikamentös behandelt werden musste, zwingt HRG-Topskuller Johannes Lotz am Ende der WM-Wettkampfvorbereitung in Ratzeburg vom Stammplatz im Doppelvierer auf die Ersatzposition. Lotz reist zwar am Mittwoch, 17. August, mit dem Nationalteam des Deutschen Ruderverbandes (DRV) nach Rotterdam/Niederlande, ein Renneinsatz ist allerdings nicht geplant. Die Entscheidung zum Startverzicht fällten Bundestrainerin Brigitte Bielig (Dresden) und Bootstrainer Bernd Lindner (Bundesstützpunkt Dresden/Leipzig) am Dienstag.

Der krankheitsbedingte Trainingsausfall und der zwangsläufige Verzicht auf die wichtigen Vorbelastungen und Relationsrennen im DRV-Team lassen sich wenige Tage vor dem ersten Startsignal in Rotterdam leider nicht mehr kompensieren. „Der Rückstand ist zu groß. Auch wenn mein Blutbild mittlerweile wieder OK ist und ich wieder aufs Wasser kann, ist die Leistung noch nicht hundertprozentig da. Die Mannschaft muss am kommenden Sonntag aber topfit ins Rennen gehen“, beschreibt der HRG-Weltmeister von 2014 und Vizeweltmeister 2015 die Situation.

Trotz der Enttäuschung über den Ausfall in der Wettkampfvorbereitung überwiegt die Freude, nach Gold und Silber bei den Junioren erneut in den WM-Kader vorgestoßen zu sein – und das bereits im ersten Jahr in der Männerklasse U23. „Das war beim Saisonstart vor wenigen Monaten nicht unbedingt zu erwarten. Die Konkurrenz ist stark. Jeder will in den Nationalkader. Doch das Ranking beginnt in jedem Jahr neu“, so Lotz. „Ich wünsche dem Doppelvierer in Rotterdam natürlich viel Erfolg – vor allem meinem zweimaligen WM-Partner David Junge aus Potsdam, der nun meinen Platz einnimmt.“

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