Meldeergebnis WM Rotterdam: 17 U23-Doppelvierer am Start

Johannes Lotz und seine Mannschaftskollegen Henrik Runge (RG Hansa Hamburg), Steven Weidner (Ruderclub Magdeburg im Sportclub Magdeburg) und Kai Fuhrmann (SC DHfK Leipzig) treffen bei der U23-WM in Rotterdam/Niederlande auf 16 Doppelvierer, darunter Titelverteidiger Kanada mit seinen drei Weltmeistern von Plovdiv 2015 an Bord. Vizemeister Neuseeland hat noch zwei Crewmitglieder aus dem Vorjahr dabei, Bronzemedaillengewinner Australien (auf drei Positionen neu formiert) tritt ebenfalls wieder an. Die Vorläufe sind für Sonntag, 21. August, angesetzt.

61 Nationen mit 328 Booten und 900 Athletinnen und Athleten nehmen an den U-23-Titelkämpfen teil, die in den vergangenen Jahrzehnten als Match des Seniors (1976-1991), Nations Cup (1992-2000) und U23-Weltregatta (2001-2004) firmierten.

Im Medaillenspiegel der Doppelvierer stehen die Crews des Deutschen Ruderverbandes (DRV) seit 1976 an der Spitze: 13 Titel, sieben Mal Silber und neun Mal Bronze. Dahinter Italien (7/7/6) und Frankreich (7/3/5). Im letzten Jahrzehnt ist die Leistungsspitze zusammengerückt, das Edelmetall verteilt sich nunmehr auf 13 Länder. In diesem Zeitraum holte der DRV zweimal Gold (2007/2008) und viermal Bronze (2006/2011/2013/2014), hinzu kommen drei B-Finals (2010/2012/2015).

Die Schweiz, Weltmeister 2013 und 2014, ist diesmal nicht dabei.

Australien hat noch einen Mann aus dem letzten Jahr im Team und ist stets für einen Podestplatz gut, holte in den zurückliegenden Jahren viermal Bronze, zuletzt 2015.

Bilanz Weißrussland: erstmals 2009 im Finale auf Platz sechs, 2015 hinter dem DRV-Boot im Kleinen Finale auf Rang acht.

Titelverteidiger Kanada hat gegenüber Plovdiv 2015 nur auf einer Position umbesetzt. Bis zur Goldfahrt standen die Kanadier noch nie im Finale.

China gab 2003 ein Gastspiel mit Rang fünf.

Die Franzosen gehören mit 15 Medaillen und sieben WM-Titeln zum Kreis der erfolgreichsten Nationen. Das letzte Gold liegt allerdings schon ein paar Jahre zurück (2002). Jüngster Abschluss: 2013 Platz fünf.

Großbritannien schaffte es in der WM-Geschichte nur dreimal ins Finale, holte in den 80ern einmal Silber.

Irland gehört wie Kasachstan zu den Neulingen.

Die Italiener haben mit 20 Medaillen neben den Deutschen (29) bislang das meiste Edelmetall eingeheimst. Sieben Titel zählen bis 1997 zu den Resultaten, danach fuhren sie bis 2012 drei Silbermedaillen ein. Italien gehört zu den Finalisten 2014 und 2015.

Lettland taucht 2004 erstmals im Finale (5.) auf. In jüngster Vergangenheit ebenso wie die Norweger ein treuer B- und C-Finalist. Die Skandinavier gewannen 1982 Silber und 1995 Bronze.

Neuseeland gilt als sparsamer Meldekandidat und verbuchte hauptsächlich Platzierungen in den B-Finals. Doch 2013 und 2015 erkämpften die Neuseeländer Silber. Vom letztjährigen Vizemeister sind in Rotterdam noch zwei Crewmitglieder am Start.

Polen fuhr in jüngster Vergangenheit Silber und Bronze ein. In Plovdiv 2015 hieß es Rang vier. Ansonsten immer wieder in den B-Finals zu finden.

Nach zweijähriger Pause ist Russland wieder mit im Rennen. B- und C-Finals, aber auch mal eine Silbermedaille (2010) gehören zur Leistungsbilanz.

Die Ukraine ist der fleißigste Medaillensammler der letzten zehn Jahre. Sie gewann in Hazewinkel (2006), Amsterdam (2011) und Trakai (2012) Gold. 2008, 2009 und 2014 standen Silber zu Buche, 2010 Bronze. Nur 2015 und 2013 gingen die Ukraine mit den Plätzen fünf und sechs leer aus.

Die USA kam 2011 hinter dem DRV-Team auf Platz vier. Ansonsten hielten sich die US-Boys bei ihren wenigen Auftritten in den Platzierungsläufen auf.