WM-Crew von HRG’Ler Lotz auf Platz sechs - Titelverteidiger Kanada distanziert

Johannes Lotz hat seine dritte Ruder-WM in Folge absolviert

Johannes Lotz hat Ende August in Rotterdam (Niederlande) mit seiner dritten Weltmeisterschafts-Teilnahme in Folge ein weiteres bedeutendes Kapitel in der Vereinsgeschichte der HRG geschrieben. Der Junioren-Weltmeister von 2014 und Vize-Weltmeiser 2015 verstärkte den Nationalkader des Deutschen Ruderverbandes (DRV) auf der Ersatzposition des Doppelvierers U23, der zunächst mehrere Wochen lang mit Lotz in die unmittelbare WM-Vorbereitung startete, aufgrund eines hartnäckigen Infekts des HRG-Topskullers allerdings umbesetzt werden musste.

Auf der 2013 neu angelegten, hochmodernen Regattastrecke „Willem-Alexander-Baan“ hielt sich Lotz mit Trainingseinheiten im Skiff für einen Einsatz im DRV-Team bereit. Die Mannschaftskollegen des 19-jährigen HRG’lers starteten indes furios ins WM-Geschehen: Mit einem Vorlaufsieg katapultierten sich Schlagmann Kai Fuhrmann (Leipzig), Henrik Runge (Hamburg), Steven Weidner (Magdeburg) und der für Lotz eingewechselte David Junge (Potsdam) direkt ins Halbfinale, in dem die drei Erstplatzierten des Sechs-Boote-Feldes das WM-Finale erreichen und der Rest mit dem B-Lauf Vorlieb nehmen muss. 2015 in Plovdiv (Bulgarien) bedeutete diese Station bereits das frühzeitige Aus für die DRV-Auswahl. Nun gelang mit einer beeindruckenden Vorstellung knapp hinter den Teams aus Polen und Italien und noch vor Titelverteidiger Kanada der erhoffte Finaleinzug.

Ausgerechnet im Endlauf schwächelte das DRV-Quartett nach starker Startphase und auf dem Bronzerang liegend: In einer spannungsgeladenen zweiten Streckenhälfte verlor das Boot immer mehr an Boden, Neuseeland, Italien und Großbritannien spurteten an den Deutschen vorbei und reichten die Crew auf Platz sechs ans Ende des stark besetzten Feldes durch. Start-Ziel-Sieger Australien (6:07.51 Minuten) tauschte Bronze vom Vorjahr gegen Gold, Vizeweltmeister Neuseeland (6:07.97) ergatterte erneut Silber. Italien (6:08.97) holte Bronze, Platz vier ging an Polen (6:09.77). Großbritannien (6:12.70) und Deutschland (6:14.38) auf Rang fünf und sechs.

Im Medaillenspiegel der Doppelvierer stehen die Crews des DRV seit 1976 weiterhin an der Spitze: 13 Titel, sieben Mal Silber und neun Mal Bronze. Dahinter Italien (7/7/3) und Frankreich (7/3/5). Im letzten Jahrzehnt ist die Leistungsspitze zusammengerückt, das Edelmetall verteilt sich nunmehr auf 13 Länder. In diesem Zeitraum holte der DRV bei den 19-22-Jährigen zweimal Gold (2007/2008) und viermal Bronze (2006/2011/2013/2014), hinzu kommen zwei B-Finals (2013/2015).

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