DRV-Rangliste in Hamburg: Mit Podestplatz in vorläufigen WM-Kader vorgestoßen

Beim zweiten und damit letzten Leistungstest des Deutschen Ruderverbandes (DRV) für den U23-Kader hat HRG-Topskuller Johannes Lotz in Hamburg-Allermöhe mit starken Rennauftritten überzeugt. Im Skiff erkämpfte der 20-jährige Psychologiestudent einen Podestplatz, im Doppelzweier und Doppelvierer folgten deutliche Siege. Die Ergebnisse lassen den missglückten Saisonstart Ende April vergessen. „Mit dem Ergebnis im Einer bin ich sehr zufrieden, vor allem mit Blick auf den Krankheitsausfall bei der ersten DRV-Rangliste in Krefeld“, bilanzierte der HRG’ler.

„Es musste ein gute Leistung her, und die habe ich erbringen können“, freute sich Lotz nach seinem Vorlaufsieg in Bestzeit und dem souveränen Einzug ins Finale der acht besten Skullspezialisten. Dort setzte er mit Platz drei im Ranking der 19-22-Jährigen WM-Aspiranten ein deutliches Ausrufezeichen, was für die weiteren Saisonziele hoffen lässt. „Damit habe ich mich vorläufig wieder in den Kreis der Nationalmannschaft rudern können“, so Lotz zuversichtlich.

Im Doppelzweier erneut erfolgreich

Lotz startete schnell, lag von Beginn an auf Rang drei hinter den führenden Steven Hacker (Dresden) und Emil Schmidberger (Stuttgart). Bei 1.000 Metern fällt das Hanauer Boot eine Position zurück, kann mit der zweitschnellsten Zwischenzeit aber weiterhin Anschluss ans Spitzentrio halten. Auf den letzten 500 Metern der 2.000-Meter-Distanz dann der Angriff des HRG-Weltmeisters von 2014: In Bestzeit zieht er an Schmidberger auf Position drei vorbei, nimmt dem Stuttgarter knapp fünf Sekunden ab und überquert mit nur 0,98 Sekunden Rückstand auf Marc Weber (Gießen) und 1,3 Sekunden hinter Hacker als Dritter die Ziellinie.

Einen Start-Ziel-Sieg feierte Lotz mit seinem Berliner Trainingspartner Anton Finger im Doppelzweier der Ranglistenbesten. Mit den schnellsten Zwischenzeiten auf allen Teilstrecken kontrollierten sie das Sieben-Boote-Feld und bauten ihren Vorsprung von anfänglich 1,4 Sekunden auf komfortable 3,4 Sekunden im Ziel aus. Das Duo Hanau/Berlin, das bereits in Essen die nationale und internationale Konkurrenz hinter sich lassen konnte, bestätigte bei kräftigem Schiebewind im Wasserpark Dove-Elbe einmal mehr seine Leistungsklasse.

WM-Tickets Ende Juni

Nach Platz eins im Doppelzweier folgte wenige Stunden später ein zweiter Triumph, diesmal im Doppelvierer. Das Quartett Lotz, Finger, Hacker (Dresden) und Schwinde (Münster) lag im Ziel 4,28 Sekunden vor der Konkurrenz aus Gießen/Stuttgart/Magdeburg/Lübeck. Weitere sechs Sekunden zurück Hannover/Essen/Regensburg/Krefeld auf Platz drei.

Wer ein Ticket für die U23-WM vom 19. bis 23. Juli in Plovdiv (Bulgarien) lösen will, muss in den DRV-Ranglistenrennen wenigstens Platz acht vorweisen, um ins Blickfeld von Bundestrainerin Brigitte Bielig (Dresden) zu gelangen. Die WM-Bootsplätze im Einer, Doppelzweier und Doppelvierer sowie eine Ersatzposition sind noch drei Wochen lang heiß umkämpft: Den Schlusspunkt in Richtung Plovdiv setzt die Deutsche Jahrgangsmeisterschaft (DJM) vom 22. bis 25. Juni in München. Dort nominiert der DRV endgültig seinen Nationalkader für die WM.

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