Hauptstadttrio beendet WM-Debüt in Plovdiv mit Platz acht

Olympiastützpunkttrainer Alexander Schmidt und seine Schützlinge Johannes Lotz und Anton Finger.

"Aufgabe gut gemeistert"

"Der Sprung von der nationalen auf die internationale Bühne war ein großer. Vor allem, weil das Zweierfeld in diesem Jahr sehr stark besetzt war und einige Boote dabei waren, die sich über die Saison auch im A-Bereich bei Weltcups etabliert hatten.

So sind wir im Vorlauf nicht unbedingt überrumpelt gewesen, aber man merkt schon, dass die Rennen international ganz anders gefahren werden. Gerade in der Streckenmitte, da wird kein Tempo rausgenommen und einfach weitergefahren - vom Start weg. Ich denke, dass wir die Aufgabe trotzdem ganz gut gemeistert haben. Auch wenn wir uns vielleicht ein bisschen mehr erhofft hatten im Halbfinale. Wir haben uns nicht versteckt und vor der Weltspitze nicht blamiert.

Vor allem haben wir noch Entwicklungspotenzial ruderisch und vor allem auch physisch, besonders im Vergleich zu den Leuten, die später noch die Medaillen gewinnen werden. Alles in allem können wir mit dem Wettkampf zufrieden sein."

Johannes Lotz
Hanauer Rudergesellschaft
8. Platz BM2x, U23-WM 2017

"Halbfinale war ein Knaller"

"Wir wussten im Vorlauf nicht, was uns erwartet. Das Rennen war aber in Ordnung und war eine gute Sache. Wir hatten nur ein paar kleine Problemchen. Die Begier, die jetzt im Finale sind, waren stark über die Strecke.

Wir mussten uns ein bisschen umstellen mit dem Boot und den Skulls, das war ein bisschen problematisch. Das haben Johannes und Anton in den letzten Tagen ganz gut hingekriegt. Aber ganz optimal war diese Bootsumstellung nicht. Ich denke, ohne sie wäre mehr Ruhe drin gewesen und wir hätten mehr Sicherheit von Anfang an gehabt. Letztendlich haben sie es gut umgesetzt und daran gewöhnt. Zwei, drei Wochen mehr Vorbereitungszeit wären besser gewesen.

Es war völlig in Ordnung, ich war zufrieden. Wie gesagt, die Gegner kannten wir nicht. Die Jungs sind beide im ersten Jahr, Johannes hatte 2016 keinen internationalen Einsatz - und jetzt im Männerbereich. Der Hoffnungslauf war safe. Das Halbfinale war ein Knaller, die Sieger kamen sicherlich für Gold und Silber in Frage. Und die Niederländer fahren mit Sicherheit um Bronze mit den Briten, den Siegern aus dem ersten Halbfinallauf.

Ich hatte nicht gedacht, dass die Jungs da so ranfahren können, vor allem hinten mit einem starken Endspurt. Das war ein gutes Profil, doch in der Mitte fehlen uns die Körner und die Trainingskilometer. Da haben wir uns ein bisschen verloren. Insgesamt: ein starkes Rennen, ich war sehr zufrieden."

Alexander Schmidt
Olympiastützpunkttrainer, Berlin

"Lust auf mehr"

"Mir hat es Spaß gemacht. Ich habe Erfahrung gesammelt. Für mich war es ein großes Ding, von den Junioren zur U23 rüberzukommen. Das ist schon ein anderes Niveau, wenn 22-järige Brocken gegen einen antreten. Und da sieht man, was man in den nächsten ein, zwei Jahren an Physis und Technik aufholen kann. Das hat Lust auf mehr gemacht, dass man die nächsten Jahre nun schön angreift und ein bisschen mehr am Ergometer zieht."

Anton Finger
Berliner Ruder-Club
8. Platz BM2x, U23-WM 2017

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