WM-Aufgebot mit einem halben Dutzend Athletinnen und Athleten aus Hessen

Der Deutsche Ruderverband (DRV) hat am Mittwoch, 28. Juni, sein Nationalteam für die Ruder-Weltmeisterschaft der 19- bis 22-Jährigen vom 19. bis 23. Juli in Plovdiv (Bulgarien) veröffentlicht. In der U23-Altersklasse sind neben HRG’ler Johannes Lotz, der mit Anton Finger vom Berliner RC im Doppelzweier in seine vierte WM in Folge startet, als einzige hessische Athleten noch die Hassianerin Tina Christmann (BW4x), die Limburgerin Sophia Krause (BLW1x), die für die Frankfurter RG Germania startenden Juliane Faralisch (BW1x) und Philipp Nonnast (BM2-) sowie Marc Weber (BM1x) vom Gießener RC dabei. Zwölf Entscheidungen bei den Männern und neun bei den Frauen stehen auf dem U23-Programm.

Links:

> DRV-Nominierungsliste

> FISA-Website

> WM-Website Plovdiv (Bulgarien)

DJM München: Double und WM-Ticket für Johannes Lotz - Bronze für Tim Niclas Meier

Mit zwei Goldmedaillen glänzte Johannes Lotz bei den Deutschen Rudermeisterschaften als erfolgreichster hessischer U23-Athlet und löste mit seinem souveränen Titelgewinn im Doppelzweier mit Anton Finger (Berlin) das WM-Ticket in dieser Bootsklasse. Der Topskuller der HRG lag zudem überraschend im Doppelvierer vorne und stockt seine Sammlung nationaler Meistertitel auf ein halbes Dutzend auf. Lotz schließt die Deutsche Meisterschaft wie vor zwei Jahren bei den U19-Junioren mit zwei Erfolgen ab. Auch damals war Bootskollege Finger im Vierer mit dabei. HRG’ler Tim Niclas Meier erkämpfte im Leichtgewichts-Skiff der 15/16-Jährigen Bronze.

Auf der Olympiaruderstrecke von 1972 in München-Oberschleißheim zeigte sich der in Berlin studierende und trainierende 20-jährige HRG’ler von seiner besten Seite, nachdem ein durchwachsener Saisonstart mit krankheitsbedingtem Ausfall einen Vorstoß in die Topliga der Männerklasse frühzeitig abgebremst hatte. Mit Anton Finger (Berliner RC) folgten allerdings von Mai an überzeugende Erfolge in den Spitzenduellen mit der nationalen Konkurrenz im Doppelzweier der 19-22-Jährigen.

Die Goldfahrt des favorisierten Hauptstadtduos im DM-Finale zählte somit zur Pflicht auf dem Weg zur Weltmeisterschaft Mitte Juli in Plovdiv (Bulgarien). „Es war eine riesige Erleichterung, dass wir das Ding gewinnen konnten, obwohl wir natürlich Favoriten waren“, sagte Lotz nach dem Rennen. Die WM-Nominierung durch den Deutschen Ruderverband (DRV) sei das Wesentliche am Meisterschafts-Wochenende gewesen. Für den HRG-Weltmeister von 2014 ist es die vierte WM-Teilnahme in Folge.

Mit Olympiasieger-Coach Alexander Schmidt nach Bulgarien

Die goldene Kür im Doppelvierer setzte den Schlusspunkt der Meisterschaft. „Wir haben das Wochenende mit unserem Doppelvierersieg gut abgerundet, der nicht so deutlich zu erwarten war. Die Priorität lag ja auf dem Doppelzweier“, freute er sich über den Gewinn seiner sechsten Deutschen Meisterschaft. Direkt im Anschluss reisten die frisch gekürten Deutschen Meister mit ihrem Berliner Heimcoach und Olympiastützpunkttrainer Alexander Schmidt (43), der 2016 den deutschen Männer-Doppelvierer in Rio de Janeiro zum olympischen Goldtriumph führte, ins dreiwöchige WM-Trainingslager nach Ratzeburg.

Zum Auftakt der Meisterschaftsläufe hatten Lotz/Finger mit einem deutlichen Sieg im Bahnverteilungsrennen ein Ausrufezeichen gesetzt und ihre Titelambitionen untermauert. Sie hielten unter anderem die U19-Vizeweltmeister von 2016, Henri Schwinde/Konstantin Nowitzki (Münster/Krefeld), auf Distanz. Mit einem Start-Ziel-Sieg im Finale in 6:23.81 Minuten verwiesen sie die Konkurrenz klar auf die Plätze. Silber ging an Christian von Warburg/Paul Konrad Peter (Hannover/Lübeck), 6:28.66, die sich von Platz vier und drei auf den Silberrang vorarbeiteten und Schwinde/Nowitzki im Schlussviertel auf den Bronzerang verdrängten. Sebastian Ritter/Jan Renner (Krefeld/Regensburger) und David Saukel/Maximilian Jäger (Hersfelder) folgten auf den Positionen vier und fünf.

Tim Niclas Meier mit steiler Leistungskurve

Im Doppelvierer fuhren Lotz/Finger mit ihren Teamkollegen Christian von Warburg (Lübeck) und Steven Hacker (Dresden) im Vier-Boote-Feld souverän zum Sieg (5:54.18). Das favorisierte Team aus Magdeburg/Gießen/Hannover/Münster (5:56.29) lag bis 1.000 Meter in Führung. Doch im dritten Streckenabschnitt ergriff die Crew um Schlagmann Lotz die Initiative und legte mit den schnellsten Zwischenzeiten den Grundstein zum Titelgewinn. 2,1 Sekunden Luft verschaffte sich die Crew auf der Ziellinie.

Tim Niclas Meier startete als Vorlaufdritter mit einem ernüchternden Resultat in die Meisterschaft. Der U17-Skuller in der Leichtgewichtsklasse (65 Kilogramm Höchstgewicht) machte bislang mit erfolgversprechenden Ergebnissen auf sich aufmerksam und hatte als Ziel die direkte Qualifikation fürs Halbfinale ausgegeben. Den Umweg über den Hoffnungslauf meisterte der 16-Jährige dann mit Bravour: Mit einem Drei-Längen-Vorsprung spurtete er ins Halbfinale, das er auf dem wichtigen zweiten Rang beendete und den Einzug ins A-Finale perfekt machte. Die Leistungskurve von Meier zeigte auch im Endlauf weiter nach oben: Von Beginn an sortierte er sich auf einem Podestplatz ein, festigte im Rennverlauf Position drei (5:29.65) und schloss am Ende der 1.500-Meter-Distanz sogar fast zum Führungsduo auf, in dem Maximilian Krause (5:27.62) aus Limburg Gold ins Ziel rettete.

Der dritte HRG-Starter Cedric Deckenbach konnte sich im U17-Skiff der offenen Gewichtsklasse nicht fürs Halbfinale qualifizieren und schied im Hoffnungslauf aus.

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Wir freuen uns ...

Gut gemacht! HRG-Vorsitzender Frank Arnold gratuliert Trainerin Julia Fleckenstein und ihren Schützlingen Cedric Deckenbach und Tim Niclas Meier (rechts) zum DJM-Auftritt.

... über das hervorragende Abschneiden unserer Ruderer auf der Deutschen Jugend Meisterschaft in München. Cedric Deckenbach konnte erste Erfahrungen im bundesweiten Vergleich sammeln. Besonders gefreut hat uns die Bronze Medaille von Tim Niclas Meier im leichten Einer, sowie das Meisterschafts Double von Johannes Lotz im Doppelzweier und Doppelvierer, der damit das Ticket für die WM in Plovdiv löste. Zudem möchten wir unserem HRG-Mitglied Henry Hopmann zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Vierer mit Stm. und Achter mit Stm. recht herzlich gratulieren, der unter der Flagge des HRCH startet. Wir sind stolz auf die Leistungen unserer Ruderer.

HRG 1879
Vorstand

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