05.11.2011

150 Gäste feiern 65 Regattasiege

Volles Haus: HRG-Vorsitzender Frank Arnold konnte 150 Mitglieder und Gäste im Bootshaus begrüßen.

Das HRG-Bootshaus platzte am Samstagabend aus allen Nähten. 150 Mitglieder, Eltern, Trainer und Aktive füllten den großen Saal, der diesmal eine Nummer zu klein war. "Wir müssen anbauen", sagte Vorsitzender Frank Arnold zur Begrüßung.

Festzeltgarnituren und altes Mobiliar wurden eiligst in die Vereinsgaststätte geschleppt. Manch einer stand sich die Beine in den Bauch, kam im Laufe des Abends aber voll auf seine Kosten: Die traditionelle Jahresabschlussfeier ließ 65 Regattasiege und 29 Medaillen bei nationalen Meisterschaften und internationalen Regatten als Multimediashow Revue passieren. Als kleines Dankeschön für ihre großen Erfolge erhielten die Kinder, Junioren und Senioren eine Tasse mit Fotomotiv - und natürlich eine Urkunde für die errungenen Regattasiege.

Schulrudern im Aufwind

HRG-Vorsitzender Frank Arnold begrüßte neben den beiden Ehrenvorsitzenden Henrik Lotz und Dr. Hermann Priester auch die Verantwortlichen für das Schulrudern an der HRG, Iris Garbade (Hohe Landesschule) sowie Klaus Benedikt (Otto-Hahn-Schule). Aus den Reihen der jungen Schülerinnen und Schüler finden immer wieder hoffnungsvolle Nachwuchstalente den Weg in den Verein, betonte Arnold. Beim Schulruderwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ konnte sich erstmals seit einem Jahrzehnt wieder ein Boot der Hohen Landesschule über den Landestitel für das große Finale in Berlin qualifizieren und in den Endlauf der sechs schnellsten Mannschaften vorstoßen.

Positive Aussichten

Ein besonderer Dank galt dem Trainerteam mit Susanne Keim, Florian Bauer, Alexander Bodach und Catharina Biesing. Ebenso der Einladung ins HRG-Boot gefolgt waren die kooperierenden Trainer der beiden befreundeten Nachbarvereine, Lehrer-Trainer Volker Lechtenberg (HRC „Hassia“) und Marko Wanke (RC „Möve“ Großauheim). Lechtenberg hob die bemerkenswerte Leistungsdichte der Ruderinnen und Ruderer in ganz Hanau hervor und wagte einen hoffnungsvollen Ausblick auf die nächste Saison, in der er eine ganze Reihe von U-19-Aktiven im internationalen Aufgebot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) sieht.

Eineinhalb Mal um die Erde

Die Freizeit- und Rennabteilungen hatten sich in der Rudersaison 2011 wieder ordentlich in die Riemen gelegt. In nahezu allen Bereichen gab es zweistellige Steigerungen. Die Freizeitruderer konnten im Vergleich zum Vorjahr ihre Wanderruderstrecken fast um die Hälfte steigern: Die 7.761 Mannschaftskilometer entsprechen der beeindruckenden Gesamtdistanz von Hanau nach Peking. 2010 reichte es mit 5.300 Kilometern nur knapp bis ins Reich der Mitte. Erstmals nahm an den Vereinswanderfahrten auch die Erwachsenen-Anfängergruppe teil.

Insgesamt legten die Mitglieder bei ihren Trainingsfahrten auf dem heimischen Main 58.000 Kilometer zurück – und umrundeten damit rein rechnerisch eineinhalb Mal den Erdball.

Erster Weltcupsieg der Vereinsgeschichte

Zu den leistungssportlichen Highlights mit 65 Siegen und 29 Meisterschaftsmedaillen zählten die nationalen und internationalen Erfolge von Lisa Kemmerer im Deutschlandachter der Frauen: Dem Titel im eigenen Land ließ die 21-Jährige den ersten Weltcupsieg in der Vereinsgeschichte folgen. Den Höhepunkt setzte Kemmerer mit ihrer WM-Teilnahme im slowenischen Bled, wo sie mit der DRV-Auswahl Rang acht belegte.

Zu ihren ersten Erfolgen im Nationaldress kamen die U-19-Athletinnen Clara Bergau und Britta Marquardt: In Trakai (Litauen) gewannen sie zweimal Gold im Riemenzweier. Ein besonderes Geschenk bereiteten die U-17-Juniorinnen Lena-Maria Seuffert und Melissa Happel für die Chronik des ältesten Hanauer Rudervereins. In Hamburg holten sie im Doppelzweier Sieg Nummer 3.000 seit der Vereinsgründung vor 132 Jahren, was der HRG-Vorstand mit der Verleihung des Goldenen Ruderblattes würdigte.

Medaillenausbeute um die Hälfte gesteigert

Die Bilanz bei Meisterschaften auf Landes- und Bundesebene sowie auf internationalem Terrain verbesserte sich mit 18 Gold,- acht Silber- und acht Bronzemedaillen um mehr als 50 Prozent. Die Gesamtsiege konnten um ein Viertel verbessert werden. Vor allem in Hessen ist die HRG eine feste Größe im Nachwuchsbereich: 19 Mal standen die Kinder, Junioren und Senioren auf dem Treppchen. Sieben Mal gelang der Sprung aufs Podest bei Deutschen Meisterschaften. Neben dem Achtersieg von Lisa Kemmerer holte auch Johannes Lotz Gold im Einer (14 Jahre).

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